28. Oktober 2009

Kalauer XLVIII

Konvertiert zum nordischen Glauben. Er öffnet euch Tyr und Thor.
--------------------------------------------------------------------------------
Wenn es Nosferatu gibt, gibt es dann auch Nosferathree?
Und was ist mit dem ersten Teil?
--------------------------------------------------------------------------------
Kommt ein Nazi in die Bibliothek und sagt: "Ich hätte gerne einen Liter Arisch."

21. Oktober 2009

Postal

Jetzt hätte ich fast vergessen, euch die Postkarte zu zeigen, die ich mir selbst aus Frankreich geschickt habe:
Falls man meine Klaue nicht lesen kann, hier der Text:
Du bist gerade in Frankreich.
Hier gibt es häßliche Postkarten
- Du

20. Oktober 2009

Ich ernte gerade böse Blicke von meiner Katze, weil das Nassfutter ausgegangen ist. Es ist zwar genug Trockenfutter vorhanden, um die Herde durch den Winter zu bringen, aber das Tier will natürlich nur das haben, was gerade nicht zur Verfügung steht.
Auf meiner verzweifelten Suche nach einer Dose Katzenfutter war ich bereits kurz davor, Geräusche wie ein Dosenöffner zu machen, um eine anzulocken, bis mir gerade noch einfiel, dass der Dosenöffner wohl eher der natürliche Feind der Konservendose ist und die Dosen sich dadurch wohl eher noch weiter zurückgezogen hätten. Oder sie hätten mich in ihrer Verzweiflung attakiert. Wenn man Dosen in die Ecke treibt neigen sie zu Aggression.
Wie auch immer. Meine Katze schläft inzwischen (oder ist ohnmächtig vor Hunger) und ich frage mich, wie man eine Konservendose wohl anlocken kann. Vermutlich muss man die Geräusche von jungen Erbsen mit Möhren nachahmen, damit sie Hunger kriegen.

19. Oktober 2009

Die Tierwelt der Westalpen

Natürlich bin ich während der Kartierung auch über eine Menge Viechgezeug gestolpert. Hier präsentiere ich mal eine kleine Auswahl.

Zunächst gibt es eine Vielzahl an Grillen, Heuschrecken und ähnlichem Zeuch.
Hier die Standardausführung:Davon gibt es auch noch fliegende Varianten mit roten, blauen und gelben Flügeln.
Und besonders ruchlose Exemplare, die sich an toten Artgenossen laben:

Recht häufig sind auch sich in der Mittagssonne aufwärmende Eidechsen.
Dieses Exemplar hat bereits seinen Schwanz verloren:
Hoffentlich findet er ihn wieder.

Außerdem gibt es unfassbar riesige Kröten:
Wir haben auf einer Straße auch die flache, gedörrte Variante davon gesehen, aber ich habe auf ein Photo verzichtet.

Seltener gab es Schlangen zu sehen. Und wenn, dann haben die sich ziemlich schnell verzogen. So wie diese hier, die sich auf einen Baum geflüchtet hat:

Darüber hinaus gibt es da eine Menge von diesen merkwürdigen, roten Wanzen:
Ich schätze die rotten sich zusammen, um die Weltherrschaft zu erringen.

An einem Tag hat sich uns ein kleiner Jagdhund angeschlossen:
Wenn ich das richtig verstanden habe, dann ist die Aufgabe dieser Hunde, sich einem Tier zu nähern und da dann viel Lärm zu machen (daher die Glocke um den Hals), so dass der Jäger nur noch in Richtung des Glockenlärms schießen muss, um etwas zu erlegen. Sei es nun ein Reh, der Hund oder ein Geologe.

Außerdem gibt es Gottesanbeterinnen, die ungefähr so groß sind wie Nebraska:
Widerliche Viecher. Gibt es auch in braun.

Zu dieser Jahreszeit wurden auch viele Schafherden über die Straßen getrieben. Vermutlich extra um die Geologen am Weiterfahren zu hindern.
Hier sind wir vollständig eingekreist:

Hier noch die Profilaufnahme eines verblichenen Wildschweines:
Das hatte Siff.

Kein Photo gibt es von der etwa handtellergroßen Spinne, die einmal nach einem Marsch durch hohes Gras auf meinem Bein saß. In einem mittleren Panikanfall habe ich sie mit dem Hammer gestreichelt, anstatt die Kamera rauszuholen.

Außerdem gibt es Berichte über vereinzelte Sichtungen von Geweihhaien.

18. Oktober 2009

Kartierung Castellane

So, ich bin wieder da. Zurück von zwei Wochen geologischer Kartierung in Castellane in den Westalpen. Hier ein kleiner Bericht:

Wir sind am 3. um 8 Uhr morgens losgefahren in Richtung Süden. In Belfort in Frankreich haben wir dann eine Übernachtung in einem Formule 1 Hotel eingelegt. Es war ein gammeliges, verseuchtes Drecksloch, wo sich alle Flechten und Würmer geholt haben.
Weiter ging es dann in die französische Einöde nach Castellane, bzw. nach Soleilhas:

Die einzige Verbindung zur Außenwelt sind Serpentinen:
Die Kotzhilfe des kleinen Mannes.

Der größte Teil der Gruppe ist in dieser Hütte untergekommen:
War aber gar nicht so schlimm da. Wenn nicht gerade der Duschkopf abgefallen ist.

Zunächst gab es dann für alle eine Einführung in die zu kartierenden Gesteine in der Gegend.
Der erste Aufschluss zeigt wunderbar den Übergang von Dreck zu Sand:Interessanterweise sind Bergseen hier immer blau. Liegt vermutlich am Uran. Oder am Siff.
In der Unterkreide gibt es Kalk-Mergel-Wechsellagerungen:
Tatkräftige Stratigraphen ohne Hobbies haben die Kalkbänke gezählt und sie mit Stahlnägeln nummeriert:
Diese Nägel verlieren teilweise ihren Sinn, da man sie einfach herausziehen kann. Aber wahrscheinlich denke ich da zu praktisch.

Dann erklommen wir die mörderischsten Todesgipfel, um uns die Kartiergebiete von oben anzusehen, bevor sie an die Zweiergruppen verteilt wurden.
Hier kann man das Gebiet meiner Gruppe im Hintergrund erahnen:
Band of Geologists:
In einem der Gebiete befindet sich das Sektendorf. Da sind sogar die Menschen Insekten:
Die Häuser unten links sind ein Nudistencamp.

Bei hervorragendem Wetter ging es dann für die Gruppen auf eigene Faust in die Kartiergebiete. Sonnenschein und 25° am Tag. Nachts wurde es allerdings ziemlich frisch.

Hier also mein Kartiergebiet mit Blick in Richtung Nordosten:
Ein schöner Aussichtspunkt über das Gebiet war diese alte Burgruine:
Nach einem langen Marsch quer durch das Gebiet mussten wir den Tithonrücken im Süden über diesen verwunschenen Pfad überqueren:
Der Weg führte auch über eine abgegangene Gerölllawine:
Der schönste Weg begann aber erst hinter diesem Schild:
Ich kann zwar kein Französisch, aber "Danger de mort" bedeutet vermutlich, dass es dort Waffeln gibt.
Wir haben nur Skelette gefunden.

In unserem Gebiet gab es komische Konglomerate:
Und verlassene Häuser im Wald:
Der Weg nach Polen ist an den Bäumen markiert:
Mitten im Düsterwald steht auch die Hütte, in der der Schrat haust:
Nachdem wir ihm ein Opfer dargebracht hatten, durften wir passieren.

Die südliche Begrenzung unseres Gebietes ist ein kleiner Fluss:
Seine Stromschnellen stellen eine tödliche Gefahr für die zivile Papierschifffahrt dar:


Am westlichen Rand unseres Kartiergebietes liegt der Ort Brianconnet:
Das Loch im Dach habe ich nicht verursacht. Ehrlich.
Naja, vielleicht doch.

In der Kneipe (die nie auf hat) gibt es das offenbar urfranzösische "Mützig Old Lager":
Man konnte auch viel über die französische Art des Recyclings lernen. Zurück zur Natur:
Das ist nur eines von drei Autowracks, die ich gesehen habe.

Wenn der Geologe einen steilen Hang erreicht, geht er seinem liebsten Hobby nach. Steinschlag:


The Hammer of Glory:
Und ewig steht der Tithonrücken:
Toller Dialog:
"Brauxt du noch was? Ich kann dir was mitbringen."
"Nein, danke. Ich braux nichts."
Zwischendurch konnten wir auf Wusch noch eine kurze Exkursion machen um uns tolle Sandsteine anzusehen.
Der Weg führte durch Bruchtal:
Und an der 800000 Meter tiefen Steilwand entlang:
Als touristisches Ziel haben wir die mittelalterliche Stadt Entrevaux besucht, die zu den Füßen einer Burg liegt:
Durchzogen von verwinkelten Gassen:


Durch unser Kartiergebiet verläuft übrigens die Strecke der alten Rallye Monte Carlo:
Auf der Strecke verkehren heutzutage allerdings hauptsächlich Schafherden.

Mittagessen im Gelände:
Ja, das ist die Fallout 3-Luchbox, die es als Extra zur Special Edition des Spieles gab.

An diesem tollen Aufschluss kann man übrigens Tektonik live sehen:
Es handelt sich um eine Überschiebung von Tithonkalk über Oberkreidekalk.
Sieht man doch.

So sieht übrigens der aufgeräumte Arbeitsplatz eines Feldgeologen aus:

An den letzten Tagen ist das Wetter etwas umgeschlagen. Es wurde um einiges kühler. Nachts gab es sogar Frost auf den Autos:
Am Samstag ging es dann sehr früh zurück in Richtung Heimat. Ohne Zwischenstopp im Rattenloch. Mit 9 Personen 18 Stunden auf engstem Raum und wir haben alle überlebt.
Es war eine angenehme Wohltat endlich mal wieder norddeutsches Flachland zu sehen.

Im nächsten Teil präsentiere ich dann die Tierwelt der Westalpen.

2. Oktober 2009

Ich wollte mal Bescheid sagen, dass ich ab morgen für zwei Wochen zu Kartierungszwecken nach Castellane fahre.
Also wie gehabt: Nichts kaputt machen und bitte die Kakteen vor dem Imperium beschützen.