30. November 2009

Noch einmal schlafen...

...und dann gibt es wieder den Adventskalender!
Jeden Tag neuer Unfug.
Ich hoffe, ihre freut euch schon darauf.

27. November 2009

Damals noch... III

Es war im Jahre 1931, als ich mich auf den Weg nach Oslo machte. Ich sollte dort ein großes Schiff gegen eine neu erbaute Sektfabrik werfen, um diese einzuweihen. Ich war an ein kleines Vermögen gelangt, nachdem Hamsterkäufe den Nickelpreis in die Höhe getrieben hatten und so beschloss ich, einen Eimer Krill mitzunehmen. In Kenia angekommen, bemerkte ich, dass Oslo auf einem anderen Kontinent lag. Auf der Suche nach einem Taxi lief ich Watzlaw über den Weg, der dabei war, Kaugummis vom Bürgersteig zu kratzen, um daraus moderne Kunst zu schweißen. Wir hatten uns seit acht Monaten nicht mehr gesehen und so begrüßten wir uns mit einem traditionellen Rap-Battle. Er erzählte mir von seiner Zeit in den Bergen, wo er versucht hatte, halbe Gorillas zu züchten. Zu seiner Enttäuschung stellte sich aber heraus, dass die obere Hälfte stets eine irrationale Angst vor Kettensägen entwickelte und daher unverkäuflich war.
Noch bevor wir einen Gyrokopter für unsere Weiterreise nach Oslo auftreiben konnten, brach im Land überraschend ein Bürgerkrieg aus. Die Bevölkerung bewaffnete sich mit spitzen Stöcken und Lemuren, da die Kolonialmacht Schweiz eine Sondersteuer auf Plastikflamingos eingeführt hatte, um damit die neue Hi-Fi-Anlage des Kaisers zu finanzieren. Als die Aufständischen das Ministerium für Halogenforschung und eine Tankstelle in der Nähe von Nyahururu besetzt hatten, beschloss der Kaiser, das Land mit einer Senfblockade auszuhungern. Die Situation der Zivilbevölkerung wurde schnell verzweifelt. Bereits nach wenigen Stunden mussten viele Menschen ihre Hot Dogs mit Mayonnaise oder Froschlaich essen, um nicht zu verhungern.
Im Angesicht dieses Unrechts beschlossen Watzlaw und ich, dass es an der Zeit war, etwas zu unternehmen. Um der Bevölkerung zu helfen, mussten wir Senf über die geheimen Bergpfade einschmuggeln. Wir knüpften schnell Kontakte zu äthiopischen Senfbauern, die uns nach unserem Sieg bei einer Partie Dungeons & Dragons ihre halbe Ernte überließen. Wir versteckten den Senf zwischen einer Ladung Drogen und beluden die Yak-Karawane. Auf unserem beschwerlichen Weg wurden wir mehrmals von Geiern und Piraten angegriffen und nach der Hälfte des Weges fiel der Dynamo von meinem Fahrrad ab, so dass wir die Reise nur noch bei Tageslicht weiterführen konnten.
Als wir endlich im Sudan eintrafen, bemerkten wir, dass wir in die falsche Richtung gegangen waren. Der Bürgerkrieg war auch bereits beendet, da die Schweiz bemerkt hatte, dass Kenia gar nicht ihre Kolonie war. So blieb uns nichts anderes übrig, als den Senf freizulassen und die Yaks aufzuessen und uns wieder auf den Heimweg nach Palermo zu machen, um dort einen Pakethühner-Service zu eröffnen.

17. November 2009

H1N1

Klebt im Institut für Geowissenschaften neben dem Waschbecken auf der Toilette.

4. November 2009

Okay, lustiger Plan:
Wenn ich sterbe, dann hinterlasse ich meinen Körper der Wissenschaft. Und zwar mit dem ausdrücklichen Wunsch, dass ich einem Anatomiekurs zur Verfügung gestellt werde, damit irgendein Medizinstudent mich aufschneiden muss. Dann lasse ich mir kurz vor meinem Tod ein Alienbaby aus Plastik in die Brust einsetzen, das mit einem Mechanismus versehen ist, der es ermöglicht, das Alienbaby aus meinem Brustkorb herauszuschießen. Dann besorge ich mir den Anatomie-Stundenplan und versehe den Mechanismus mit einer Zeitschaltuhr, so dass er genau dann auslöst, wenn der Student das Skalpell ansetzt.

1. November 2009

Damals noch... II

Da ich in nostalgischer Laune bin, möchte ich euch erneut aus meinem bewegten Leben erzählen:

Es war im Jahre 1919, als ich dänischer Botschafter in Kanada war. Ich besuchte ein Bankett des kanadischen Premierministers, bei dem auch der König von Nepal anwesend war. Nach der Affenkrise vom November 1918 waren die beiden nicht gut aufeinander zu sprechen und wie es damals üblich war, resultierten die Streitigkeiten bald in einem Kettensägenduell. Nachdem ich, bei dem unbedachten Versuch, den Streit zu schlichten, die Kettensäge des kanadischen Premierministers mit einem Eichhörnchen blockiert hatte, wurde ich zum Staatsfeind erklärt und musste fliehen. Ich lenkte die Palastwachen mit einem brennenden Warzenschwein ab, das ich seit meinem Abenteuer in Südafrika stets in der Hosentasche trug und grub mir mit einem Bleistift einen Tunnel nach draußen. Dort traf ich zum ersten Mal auf Watzlaw.
Watzlaw war ein polnischer Malerlehrling, der bei dem Versuch, eine der königlichen Glühbirnen zu streicheln, verhaftet worden war. Nun sollte er in einem kleinen Eukalyptuswald hinter dem kanadischen Regierungssitz mit einem Artilleriegeschütz exekutiert werden. Ich überwältigte die Henker mit abgelaufenem Joghurt und befreite Watzlaw von seinen Fesseln. Nachdem wir uns bei einer Partie Dame kennen gelernt hatten, beschlossen wir gemeinsam nach Süden zu fliehen.
Wir bauten uns ein Floß aus Plastik-Einweggeschirr um damit die großen Seen zu überqueren, um Unterschlupf im Keller eines Mambo-Tanzstudios in Detroit zu suchen. Auf halbem Weg griff uns leider der Krake an.
Bewaffnet mit kleinen Plastikgabeln stellten wir uns einem hoffnungslosen Kampf. Nachdem Watzlaw sich durch eine physikalische Fehlkalkulation bereits zwei Finger abgegabelt hatte, beschlossen wir in unserer Verzweiflung, den Kraken mit Knäckebrot oder Zwieback zu bewerfen. Wir stimmten ab und unsere Wahl fiel mit drei zu einer Stimme auf das Knäckebrot. Zu unserem Glück hatte der Krake eine Glutenunverträglichkeit und bekam durch das Knäckebrot eine Magenverstimmung, die zu schweren Depressionen führte, worauf der Krake Selbstmord mit Plastikgabeln beging.
Dem Tode entronnen schwammen Watzlaw und ich an Land und labten uns an einem Glas Katzensaft, wie es damals bei Siegern üblich war. Von neuem Lebensmut erfüllt, machten wir uns bald auf den Weg nach Honduras, um dort mit unserem neu erworbenen Wissen eine Krakenzucht zu eröffnen.