29. August 2010

Schweiz

Ich bin seit gestern Abend zurück von zwei Wochen Exkursion in der Schweiz. Genauer gesagt aus dem Örtchen La Punt-Chamues-ch:Das liegt im Engadin in der Nähe von St. Moritz.
Unterkunft fanden wir dort in einem sehr schönen Stiftungshaus, das Großzügig mit Jagdtrophäen und Ähnlichem geschmückt war:Darunter auch ausgestopfte Murmeltiere:Die Viecher gab es in freier Wildbahn zuhauf.
Obwohl die meisten ziemlich fett waren, waren die Viecher zumeist recht flink, wenn es darum ging, sich von der Kamera fernzuhalten. Hab aber doch noch eines erwischt:Die Exkursion bestand zum Teil aus der reinen Betrachtung der Geologie der Gegend und zum Anderen aus ein bisschen geologischer Kartierung.
Dazu ging es auch immer wieder zu Fuß die Berge hinauf. Fahrstühle zum Gipfel halte ich mittlerweile für eine Marktlücke.

Unter anderem haben wir die 700 Höhenmeter bis zum Gipfel des Kompass, der bei über 3000 Metern liegt, erklommen. Das ist ganz da oben:Ich habe natürlich auch ein Beweisfoto von mir auf dem Gipfel:Leicht Sonnenverbrannt. Aber keine Sorge. Nachdem ich mich einmal gehäutet habe, bin ich dann sogar richtig braun geworden. Meine Haut jedenfalls.
Und die Handschuhe waren nötig. Da oben wehte ein kalter Wind.
Die Aussicht war aber einfach klasse:Wir haben auch einen echten Gletscher besucht.
Hier von Weitem:
Auf dem Weg zur Gletscherzunge konnte man globale Erwärmung live beobachten. Man kam dort an vielen Schildern vorbei, die die Position der Gletscherzunge in der Vergangenheit anzeigten.

Zwischendurch konnten wir auch einen Blick auf den jungen Inn werfen:
Teilweise ging der Weg auch durch mordorähnliche Landschaften:Immerhin versprach uns das Schild, dass am Ende des Weges ein Martini und eine Märklin-Bahn auf uns warteten:Trotzdem war der Sessellift zwischendurch eine willkommene Abwechslung zum Bergaufgehen:
Das Mittagessen sah dann übrigens für gewöhnlich etwas rustikal aus:
Neben den bereits erwähnten Murmeltieren ist uns auch viel anderes Leben der Alpen begegnet.
Darunter Schmetterlinge, die vermutlich ihre giftigen Eier unter meine Haut legen wollten:Und nummerierte Kühe:Die aufdringlich viel Gefallen an unserem Auto fanden und verscheucht werden mussten:
Netterweise war im Muster der Bettdecke auch eine Robbe abgebildet, damit der Schleswig-Holsteiner sich ein wenig heimischer fühlte:
In der richtigen Höhe gab es sogar Edelweiß zu sehen:Das musste sofort eingehend untersucht werden:Außerdem beherbergen die Alpen wunderschöne Flechten:
Während der zweiten Woche haben wir auch einen Abstecher nach Livigno in Italien gemacht. Dort kann man wunderbar zollfrei einkaufen. Toll für Leute, die auf Schnaps und Zigaretten stehen. Und offenbar ein guter Ort, um sein Frettchen spazieren zu führen:
Die Schweizer sind übrigens manchmal etwas merkwürdig.
Zuwiderhandeln wird bei ihnen mit mindestens zwei Bussen bestraft:Die sagen allerdings nicht, ob das nur Kleinbusse, oder richtige Reisebusse sind.

Und die Hydranten sehen aus wie kleine Männchen:
Natürlich ist eine Exkursion auch nicht vollständig, wenn keine Tierknochen gefunden werden:War vermutlich ein Diplodocus. Das denke ich jedenfalls.

Außerdem gab es schneebedeckte Gipfel:Wilde Gebirgsbäche:Und tolle Schichtgrenzen:

Abschließend betrachtet waren das zwei tolle Wochen in der Schweiz:

15. August 2010

EXTREME!

Man kann im Supermarkt also nicht nur einfachen Hirschtalg kaufen, sondern auch Hirschtalg EXTREME:Diese Welt schafft es immer noch mich zu überraschen.


Außerdem noch der Hinweis, dass ich ab heute Abend für zwei Wochen in die Schweiz fahre. Ich wünsche mir viel Spaß.

11. August 2010

Arachno

Gestern saß auf meinem Auto eine neongelbgrün leuchtende Spinne. So ein Viech habe ich noch nie gesehen. Sehr faszinierend.Ich tippe auf Araniella cucurbitina, die Kürbisspinne.

6. August 2010

Ernte

Ich hatte von meiner Eifel-Exkursion ein paar Bimsbrocken mit eingeschlossenen Hauynen mitgebracht:Schon sehr hübsch, aber ich wollte den Hauyn da gerne rausernten. Das habe ich gestern gemacht, indem ich den Bims ein wenig mit dem Hammer gestreichelt habe. Hier das Ergebnis:
Die haben es leider an sich, dass sie ziemlich klein sind.

Außerdem habe ich ein paar schöne Peridotitknollen mitgebracht.

5. August 2010

Inception gesehen.
Für gut befunden.
Ende verbesserungswürdig.

Damhirsch

Oftmals, wenn ich davon erzähle, dass mein Schlaf von Hirschen gestört wird, die unter meinem Fenster die Rosen abfressen, schlägt mir Unglaube entgegen. Also habe ich heute Nacht ein Beweisfoto gemacht:Ich glaube, die Geräusche, die ich beim Öffnen des Fensters gemacht habe, haben ihn ein wenig erschreckt. Deshalb hat er sich wohl von den Rosen abgewandt.

4. August 2010

Ignimbrit

Ich habe gerade noch einen Comic zwischen meinen Vorlesungsunterlagen der letzten Exkursion gefunden. Will ich euch nicht vorenthalten:

1. August 2010

Eifel-Exkursion

Oder genauer gesagt: Eine Woche Physische Vulkanologie in der Eifel.
Abgestiegen sind wir dazu im Laacherseehaus, das angeblich in der Nähe des Laacher Sees liegt.
Hier ein Archivbild:Der Laacher See ist übrigens das Überbleibsel eines Vulkanausbruchs vor etwa 13.000 Jahren.

In der Herberge wurde praktischerweise auch genau erläutert, was in diesem Teil des Landes als Restmüll gilt:
Sehr praktisch. Ich hätte da ja sonst beinahe Uranbrennstäbe reingeschmissen.

Vormittags haben wir uns dann immer Vorlesungen über Vulkane und so angehört. Dazu durften wir freundlicherweise die Räume der Deutschen Vulkanologischen Gesellschaft in Mendig nutzen:
Dort hängt auch in einem Hinterzimmer ein tolles Gemälde vom Kaiser:
Da kann man nur reflexartig die Hacken zusammenschlagen.

Nachmittags ging es dann raus ins Gelände. Wir sind durch die Eifel gecruised und haben uns Aufschlüsse mit vulkanischen Ablagerungen angesehen:
Zum Schutz unserer wertvollen Gehirne mussten wir dabei Helme tragen. Wer mehr darüber wissen will, sollte den Aufkleber darauf lesen:
Die Helme waren aber durchaus notwendig, wenn wir uns Felsformationen wie den Witwenmacher angesehen haben:
Außerdem bestand natürlich immer die Gefahr von herumfliegenden Steinen:

Wie immer galt natürlich, dass Warn- und Verbotsschilder für Geologen keinerlei Gültigkeit haben:


Erwähnenswert ist auch der Tag, an dem wir schönstes Regenwetter genießen durften:

Aber dafür konnten wir manchmal niedliche Raupen in freier Natur beobachten:


Und Ameisennester, deren Bewohner in Erwartung der nächsten Eruption panisch umherrannten:

Natürlich haben wir uns aber auch ein wenig die Stratigrahie der Ablagerungen angesehen:
Manchmal sagt eine Skizze dabei mehr als tausend Worte:

Hier ein prähistorischer Bagger, der aus einem Lavastrom freigelegt wurde:
Das vermute ich jedenfalls.

Zwischendurch haben wir uns noch ein schickes Insektenhotel angesehen:

Außerdem haben wir einmal abends gegrillt und dabei eine Maus belästigt:


Das Highlight war aber der Ausflug in die Minen von Moria, die nur über diese Treppe erreichbar sind:
Gleich hinter der Ecke lauerte der Balrog:

Außerdem haben wir noch das tolle Vulkanmuseum in Mendig besucht. Hier eine Detailaufnahme:

Buntes Moos im Peridotiknollenaufschluss:

Bleistiftwanzen:

Ein reißender Bach:

Ein toller alter Kran im Steinbruch:

Eine Exkursion ist natürlich nicht komplett ohne ein paar Tierknochen:

Mittags habe ich einmal ein paar leckere Hähnchenhautfrikadellen probiert.
Waren aber nicht so toll.

Und zum Abschluss gibt es noch einen schönen Magmagang: