29. November 2011

Flughörnchen

Das Eichhörnchen, dem ich gestern begegnet bin, war leider zu flink für ein Portraitphoto. Dafür habe ich es aber im Sprung erwischt:
Auch schön.

28. November 2011

Da hahnt doch keine Krähe nach

Ach, mir wird immer ganz warm ums Herz, wenn im Advent die Krähen auf den Parkplätzen weiden.

27. November 2011

Damals noch... XIII

Es war im Jahre 1955, als ich eine Eidechsenzucht auf Bali betrieb. Das Konglomerat hatte eine Köderfabrik im Tal angelegt und bastelte an einer Königswürde aus Benzol. Da das der Opferbereitschaft der Separatistenmolche aber keinen Riegel vorschob, befand sich die Rechtsabteilung des Konglomerats seit Monaten im Belagerungszustand.
Glurzok der Eroberer hatte die Molchhorden hinter sich geschart, nachdem mehrere Aufsichtsratsmitglieder ihre Satinbettwäsche in die Kochwäsche gegeben hatten. Die Molche hatten schnell die Rechtsabteilung, die sich in einem alten Buntglascontainer befand, eingekreist und waren nur dann zum Abzug bereit, wenn das Konglomerat die Spesenrechnungen ihrer Außendienstmitarbeiter aus dem Juli des vergangenen Jahres offen legen würde. Aus offensichtlichen Gründen war das keine realistische Option, also hatte das Konglomerat bereits mehrfach versucht, die Belagerungsmolche mit Birnenkompott und Porzellanenten zu vertreiben. Die Molche waren jedoch in weiser Voraussicht mit Nudeln imprägniert worden und trugen Pilze, um sich vor Unheil zu schützen. Das Konglomerat beschloss also, mit einer anderen Taktik vorzugehen und laminierte einige Gebrauchsanweisungen. Ein Komitee ermittelte folgerichtig die Fluchtgeschwindigkeit von Grapefruits und erfand ein Maßband für handwerklich begabte Katzen.
Da ich in der Kaktusgießerei als tadelloser Nasenlochatmer bekannt war, bekam ich alsbald den Auftrag, mich Glurzok dem Eroberer auf der Honigmelonenebene entgegenzutreten. Ich ließ meine Eidechsen nur ungern zurück, da einige von ihnen Keuchhusten hatten wir mitten in den Proben für die alljährliche Aufführung von „Of Lizards an Men“ waren, aber, auch dank der Aussicht auf eine Belohnung von mehreren Litern Schatten, fügte ich mich der Anweisung. Ich fuhr mit etwas abstrakter Kunst an den Rand der Ebene und schätzte dabei den Wert von einfachen Steinen unter Berücksichtigung der Inflationsraten. Um mich mental auf die Konfrontation vorzubereiten, betrachtete ich Späne und simulierte einen Gallenstein.
An der Ebene angekommen trat ich in eine Melone und erblickte Glurzok den Eroberer in einiger Entfernung. Dieser las gerade die neueste Ausgabe des Schrumpfen-Magazins (Titelstory: Schrumpfen – pro oder contra?) und wurde erst auf mich aufmerksam als ich meinen Hut nicht abnahm. Wir warteten einen Hornissenschauer ab und traten uns gegenüber. Ich hatte einige Pokemonkarten dabei und musste daher befürchten, von älteren Schülern geschubst zu werden. Glurzok las kurz aus einem Hägar der Schreckliche Sammelband vor und attackierte mich dann mit einem Laib Gouda. Ich duckte mich, um dem Angriff zu entgehen und stolperte über einen Trecker. Am Boden liegend erwartete ich bereits den Todesstoß, als plötzlich ein Brocken Phosphat auf einem Motorrad heranbrauste und Glurzok dem Eroberer einen Becher Gelee anbot. Ich sprang auf und ergriff einen Wurm, der an einem Nachtschrank befestigt war. Ich schleuderte ihn herum und murmelte eine geheime Beschwörungsformel, woraufhin nichts geschah.
Glurzok der Eroberer war aber weiterhin abgelenkt, da er mit dem Phosphat um den Preis für ein Krähennest verhandelte. Ich schlich mich also an ihn heran und platzierte eine Busfahrkarte nach Delhi in seiner Tasche. Als Glurzok einige Minuten später in die Tasche griff, um den Weihnachtsbaum zu bezahlen, entdeckte er das Ticket und begab sich ostentativ zur nächsten Bushaltestelle.
Ohne ihre Führungsfigur verloren die Molchhorden schnell das Interesse und begannen einen Turm aus Schuhkartons zu basteln. Das Konglomerat dankte mir mit einem Eimer Glibber und ich reiste bald darauf nach Windhoek, um dort Star Trek zu gucken.

24. November 2011

Sag es durch die Blumen

Da der November heute mal wieder ganz besonders grau ist, hier ein paar bunte Blumen:
Das Photo wurde übrigens am 07. August 2009 um 12:12 aufgenommen.

23. November 2011

Dinge, die jemand vermissen könnte XVI

Dieses Glas:
Wer schmeißt denn bitte ein Glas ins Gebüsch? Wer ist überhaupt mit einem Glas in der Hand auf der Straße unterwegs und hat damit die Gelegenheit, selbiges Glas irgendwo ins Gebüsch zu werfen?
Da verstehe einer diese Welt...

12. November 2011

instabil

Ich möchte mal die Gelegenheit nutzen und euch dieses Erbstück aus der Kramschublade vorstellen:
Eine kleine Schachtel "Stabil" Wandhaken:
Ich frage mich, ob die wohl stabil sind?

Auf jeden Fall handelt es sich um die viel gepriesene saubere Ausführung:

Im Lieferumfang enthalten sind erfreulicherweise auch prima Stahlnadeln zur Montage:

Natürlich stellt sich, wie bei jedem Qualitätsprodukt, das man erwirbt, die Frage, ob der Artikel denn nicht vielleicht von der Konkurrenz noch übertroffen wird:

Und wenn die Wandhaken angeblich so stabil sind, kann man deren Tragfähigkeit dann möglicherweise mit etwas anderem vergleichen, um einen Referenzrahmen zu bekommen?

Auf der Unterseite gibt es dann immerhin noch den Hinweis, dass die Wandhaken stabil sind:
Zehn Stück sind hier leider nicht mehr enthalten. Worauf "Nr. 1" hinweisen soll, ist mir leider nicht bekannt.

Und zu meiner Überraschung muss ich feststellen, dass die enthaltenen Stabil-Wandhaken gar nicht genau so aussehen, wie auf der Abbildung.
Naja, mit zwei Befestigungspunkten sind die sicher nur noch stabiler.

11. November 2011

Dinge, die jemand vermissen könnte XIV

Heute mit einer Spezialausgabe zum Thema Fußbedeckungen.

Das erste Exemplar lag auf dem Parkplatz vor einem Modellbauladen:
Offenbar noch in gutem Zustand. War leider nicht meine Größe, sonst hätte ich den sofort mitgenommen.

Dann dieser Gummistiefel in der Nähe von Schubystrand:
Beurteilt an dem Gelände, in dem er lag, bin ich ziemlich sicher, dass der Besitzer ihn auf dem Rückweg vermisst hat.

Dieses Kaum noch als Schuh zu erkennende Exemplar tummelte sich im Wald:
Wahrscheinlich wurde es dort von Naturschützern ausgewildert. Immerhin ist es bereits wertvoller Nährboden für Moos geworden. Kann wohl bald als "durchwachsen" durchgehen.

Und zuletzt dieses Paar auf einem Grünstreifen in der Nähe des Finanzamtes:
Ein komplettes Paar und in hervorragendem Zustand. Wahrscheinlich machen die nur gerade einen kleinen Herbstspaziergang.

10. November 2011

Martürium

Den wahren Wert einer Zivilisation erkennt man am besten daran, wie sie ihre Türen behandelt. Und nach diesem Kriterium dürfen wir uns selber nicht als zivilisierte Menschen bezeichnen. Erschreckenderweise sind Türen in unserer Gesellschaft kaum mehr als Objekte. Wir hängen sie brutal an ihren Scharnieren auf und erwarten wie selbstverständlich, dass sie klaglos unseren Besitz bewachen. Ohne Nahrung und Wasser verharren sie ein Leben an Ort und Stelle und trotzen stoisch Wind und Wetter, Hitze und Kälte, Thermischen Schweißladungen und Jack Nicholsons Axt. Im Laufe ihres Seins werden die meisten mehr als nur einmal brutal geschlagen (zu) und viele werden gar gebrochen (auf). Und wenn sie auch nur einmal ihren Dienst verweigern, werden sie und getreten und man hämmert auf sie ein.
Es ist ein unwürdiges Leben für eine Tür.
Warum erzähle ich das alles?
Weil dieses politische Plakat mich wachgerüttelt hat:

Ja, die Tür, und wie sie alle Türen, muss frei sein und bleiben!
Erhebt euch für die Freiheit der Türen!
Lasst uns die Welt aus den Angeln heben!

9. November 2011

Cobratastisch

Wie oft ist einem das schon selber passiert? Man sitzt mit der Familie zusammen, öffnet eine Packung Cobras und ist enttäuscht, weil entweder zu wenig Cobras für alle da sind, oder weil es nur eine Sorte in der Schachtel gibt, die schnell langweilig wird.
Aber damit ist es jetzt vorbei:
Das Cobra Familiensortiment mit allen erdenklichen Cobras für Groß und Klein.

6. November 2011

Gefährdete Spezies 2

Immer, wenn ich irgendwo eine einzelne Taube rumsitzen sehe, muss ich an GTA IV denken.
Aber leider habe ich nie eine Waffe dabei.

5. November 2011

Okay, neuer Plan zur Erlangung der Weltherrschaft:
Eigentlich ist es recht simpel. Zunächst brauche ich eine Gruppe Koalabären. Dann ersetze ich langsam ihre Nahrung aus Eukalyptusblättern durch Kaffee und das Ersparte von wehrlosen Rentnern, bis sie zu Banker-Koalas werden. Diese Banker-Koalas werde ich dann strategisch in der Bankenwelt platzieren, damit sie langsam immer mehr an Macht und Einfluss gewinnen und sich schließlich von ihren überzogenen Boni ein Ferienhaus in St. Moritz leisten können.
Wenn dann schließlich die Zeit reif ist, werde ich die zuvor im Geheimen gezüchteten Hybriden aus Nashörnern und Kugelfischen auf die Menschheit loslassen, die mit ihren Toastern die Versicherungsunterlagen aller Mittelständler verbrennen und dann zum Kitesurfen nach Sankt Peter-Ording fahren, wobei sie auf dem Weg noch mehrere zufällig ausgewählte Briefkästen mit Würmern auffüllen.
-> Weltherrschaft