31. Januar 2012

Reste - September 2011

Eine Tonne Reste aus dem September.

Ein Ballon am Himmel über Kiel:
Aus mir nicht ganz bekannten Gründen finde ich es immer faszinierend, wenn ein Heißluftballon am Himmel schwebt. Vielleicht ist es die Leichtigkeit, mit der sich das Pack durch die Sphären bewegt. Das gleiche gilt für Zeppeline.

Schraube, die jemand vermissen könnte:
Ich frage mich schon, wo diese Schraube jetzt wohl fehlt. Vermutlich an einem 40 Meter hohen Roboter, der nun keine Waffeleisenfunktion hat, weil diese tragende Schraube beim Durchfahrenschreiten eines Schlaglochs herausgefallen ist.

Ein weiterer Auswuchs des Backwahns waren grüne Brötchen:
Ich finde ja, dass Dinge besser schmecken, wenn man sie bunt einfärbt.

Auf meinen Reisen begegnete mir ein wilder Lungenkrebs:
Vermutlich über einige Ecken damit verwandt ist dieser Krabbenpanzer am Strand:

Der Graskopf einige Tage nach der ersten Wässerung:
Seine Grashaare wachsen leider nicht wie es sich gehört ausschließlich auf seinem Haupt, sondern auch mitten in seinem Gesicht. Das macht den Anblick eher gruselig.

Der Ableger meines Uraltkaktus pflanzt sich in die Höhe fort:
*wucher*

Babykatze:

Die verborgene Struktur einer Möhre:
Wer hätte gedacht, dass die im Innern sechseckig sind?

Die Gorch Fock im Abblendlicht:
Abendlicht.

3 2 2 0 L
Auf einer verrottenden Bahnschwelle in Kanalnähe eingenagelt. Aus offensichtlichen Gründen.

An irgendeinem Tag war es wohl mal 10:21 Uhr
Ich denke, das war der einzige Tag dieser Art in dem Jahr.

Ein freundlicher Spätsommertag auf den Straßen Kiels:

Entflohenes Blattwerk auf dem Gehweg:

Eichhörnchenfutter:

Ein Blick auf die Reste der Schleuse Rathmannsdorf im alten Eiderkanal:
Das Grüne im Vordergrund ist kein Gras, sondern Wasser. Es sieht nach einer Algenblüte aus.
Die Gegend eignet sich hervorragend für ausgedehnte Spaziergänge.

Irgendwelche Beeren:

29. Januar 2012

Reste - August 2011

Die Reste gehen in eine neue Runde. Ob ihr nun wollt oder nicht. Ihr wollt vermutlich nicht.
White Swan:
Ich blicke arrogant von oben auf ihn herab. Als Schwan verdient er es nicht anders. Verdammte Schwäne. Denken alle, sie seien etwas Besseres...

Blüten:

In einem Anfall von Backwahn habe ich damals Malzbierbrot improvisiert.
Das wird mit Malzbier gemacht. Dazu Mehl, Hefe, etwas Honig und eine Prise Salz.
Das Ergebnis fand ich sehr gelungen:
Schmeckte hervorragend mit Nutella.
Ich muss mal wieder Malzbierbrot backen.

Ein Blick hinter die Kulissen der letzten Lego Fotostory:
Vielleicht gibt es demnächst eine neue. Wenn ich die Motivation finde.

Rabenvogel am Wegesrand:

Totem:

Verwunschener Wunschbaum im Schrevenpark:
Das habe ich am Rande eines kleinen Fotoshootings gemacht.

Krabbenhand:

Ein weiterer Auswuchs des Backwahn:
Man schichte einen großen Brocken Marzipan und Zartbitterschokolade auf ein Stück Blätterteig:
Dann wickelt man das ganze zusammen:
Und schiebt es in den Ofen.
Das Ergebnis:
*sabber*

Wichtiges Hinweisschild:
Soweit ich mich erinnern kann, warnte es ursprünglich vor den genmanipulierten Atomzombies (die durch Genmais und Castortransporte entstanden sind). Aber ich schätze, die Menschen werden auch ohne Schild vorsichtig sein.

Der Graskopf vor der Keimung.
Man muss ihn nur in Wasser tränken und schon sprießt volles Haar aus Gras aus seinem Schädel. Ergebnis später.

28. Januar 2012

Phoenicopteridae

Ich habe mir, um der Einsamkeit zu entfliehen, einen neuen Mitbewohner besorgt:
Endlich habe ich jemanden, mit dem ich mich unterhalten kann. Also neben meinen Sukkulenten natürlich. Leider antwortet er bisher noch nicht, aber daran werden wir noch arbeiten.
Als ich ihn zuerst sah, zögerte ich zunächst, doch nach einigem Nachdenken, wurde mir klar, dass ich unbedingt einen Plastikflamingo in meinem Leben brauche. Jeder braucht schließlich einen Plastikflamingo.
Ich habe schon Mandarinen und Konzentrat als Nahrungsmittel besorgt und ihm eine Hängematte im Kleiderschrank eingerichtet, damit der hier artgerecht leben kann. Er braucht nur noch einen Namen. Jochen? Lothar? Ich bitte um Vorschläge.



25. Januar 2012

Reste - Juli 2011

Mehr Reste.

Zunächst der Kabastrudel (auf den ich immer noch warte).
Ich würde so gerne mal Berry den Bären treffen und ihn dabei beobachten, wie er Kaba trinkende Schulkinder zerfleischt. Das machen Bären nämlich

Katzenbaby auf Erkundungstour im Garten:

Ein Zerschmetterling:
Er ruht sich vermutlich aus, bevor er noch ein paar Seelen verschlingt.

Nachmittag am Erlenkampsee:

Irgendwelche gelben Blüten:
Aufgrund der Farbe bin davon überzeugt, dass in Kiel Curry wächst.

Ein U-Boot in der Werft:
Damit habe ich jetzt vermutlich wertvolle Produktiongeheimnisse Preis gegeben und werde nun steckbrieflich gesucht.

Irgendein Dorf in den Schweizer Alpen:

Bergidylle:

Eine junge Beere wagt den ersten Blick in die Welt:

Ein seltenes Exmplar einer freischwebenden Baumart:
Schwansen ist tatsächlich die letzte Gegend auf der Erde, in der noch schwebende Bäume vorkommen. Im Rest der Welt wurden sie aufgrund ihrer aerosolbildenden Eigenschaften bereits bis zur Ausrottung gejagt.

Flechte:
Hatte ich schon mal erwähnt, dass ich Flechten cool finde?

Es gab zwischendurch auch etwas Ernte:
Ich mag ja den Geruch von Ernte. Der Geruch nach, Staub und heißen Motoren. Erntetage zählen so ziemlich zu meinen liebsten Kindheitserinnerungen. Auf dem Mähdrescher mitfahren, in großen Staubwolken stehen oder einfach nur in einem Container Weizen schwimmen. Beziehungsweise in einem bestimmten Sommer in einem Container schwimmen, der zur Hälfte mit Weizen und zur anderen Hälfte mit Marienkäfern gefüllt war. Ich frage mich, wie viele Marienkäferbrote es in dem Jahr wohl gab.

Und zum Schluss noch einen Bissen selbstgebackenes Brot:

24. Januar 2012

Schreib, Maschine!

Nachdem ich Apfelkerns Beitrag zu ihrer Schreibmaschine leste, erinnerte ich mich daran, dass auch in meinem Elternhaus eine Schreibmaschine vorhanden war. Sie stand seit ich denken kann in einer alten dunklen Abseite, umgeben von Kartons voller Bücher, die keiner mehr lesen wollte und Klamotten, die keiner mehr tragen wollte und Tapetenresten, die keiner mehr an die Wand kleben wollte. Staub und staubähnliche Substanzen wurden ihre einzigen Freunde.
Als ich noch bedeutend kleiner war, haben meine Brüder und ich sie manchmal auf unseren Erkundungstouren durch das Haus besucht und so getan, als würde wir etwas Wichtiges auf ihr schreiben. Einen Leserbrief an den Schlei-Boten zum Beispiel oder eine Erklärung zur Lage der Nation. Schon damals liebte ich die Geräusche der Maschine. Jede Taste und jeder Hebel gaben ein sattes, zutiefst befriedigendes mechanisches Klicken oder Klacken oder irgendetwas anderes mit K von sich. Als der Erkundungsdrang im eigenen Haus nachließ, hockte sie wieder eine Dekade im Dunkeln.
Als ich besagten Blogartikel las, erinnerte ich mich wie gesagt an die Maschine und frog meine Mutter bei meinem nächsten Heimaturlaub am Wochenende nach ihrem Verbleib. Sie erzählte mir, dass sie sie in den 60er Jahren geschenkt bekam und dass sie zu dem Zeitpunkt bereits alt war. Naja, alt in dem Sinne, in dem ich heute alt bin. Aber immerhin. Heute ist sie auf jeden Fall alt. Und da ich wohl der einzige war, der sich seit geraumer Zeit für das Gerät interessierte, schenkte sie sie mir.
Mein Vater wühlte sich dann zunächst hilfsbereiterweise durch Kartons und Klamotten und Spinnen und Diverses, um sie ans Tageslicht zu fördern und schließlich verbrachten erwähnter Vater und ich noch eine gute halbe Stunde damit jeden Hebel und jedes Rädchen zu betätigen und voller Freude herauszufinden, welcher Hebel und welches Rädchen sich dadurch auf der gegenüberliegenden Seite der Maschine bewegte, bevor ich sie mit in mein Nest nahm.

Sie ist unheimlich eingestaubt und wiegt ungefähr so viel, wie drei Wocheneinkäufe:
Sollte ich denn endlich mal die Zeit und die Motivation finden, folgt eine Tiefenreinigung.

Ihr Name ist Olympia.
Falls es eine weiterführende Bezeichnung gab (Die gab es bestimmt.), so ist schon lange nicht mehr leserlich.

Man kann auf ihr die Worte "Fghj" und "Zhnbv" schreiben:

Da lungern ein paar merkwürdige Typen herum:

Unzählige Texte müssen sich in die Walze eingegraben haben:

Ein Blick in die schmutzigen Innereien:

Leider ist die Papiertransportwalze kaum noch beweglich. Sie ist wohl über die Jahre sesshaft geworden. Aber wenn man das Papier von Hand eine Zeile weiter zieht, ist die Maschine absolut funktionsfähig. Natürlich konnte ich unmöglich widerstehen, sofort ein Farbband zu besorgen, ein Blatt Papier in die verschmutzte Maschine zu schieben und etwas zu schreiben: