29. Februar 2012

Awardismus

Freundlicherweise habe ich von der Apfelkern einen Award bekommen. Naja, zumindest sagte sie, dass ich einen bekommen habe. Der muss wohl noch im Verteilerzentrum in Neumünster sein.
Uuuh...
Ich bin vielseitig.

Damit einher gehen folgene Anweisungen:

1. Danke dem Blogger, der dich nominiert hat
2. Gib sieben Fakten preis, die deine Leser wahrscheinlich noch nicht wissen.
3. Nominiere 15 weitere Blogs für den “Versatile Blogger Award”

1. Danke, Apfelkern. Ich habe bereits einige Ravioli für dich geopfert.


2.
- Ich trage gerne karierte Hemden. Sie sind zeitlos schick und kariert. Manchmal ziehe ich sie auch an.

- Ich habe meine Weihnachtsdeko noch nicht von der Wand radiert.

- Ich hasse Kälte. Frieren ist mir absolut zuwider. Daher bin ich kein großer Freund des Winters. Ich gehe zwar auch im Winter gerne raus, da nicht zuletzt Frost und Schnee eine eigentümliche Schönheit verstömen, aber die Kälte, die bei weniger als fünf Grad mein Fleisch in Kryostase versetzt, ist mir in all den Wintermonaten ein Dorn Eiszapfen im Auge. Das ist auch der Grund dafür, dass man es nur äußerst selten erlebt, dass ich mich über zu warmes Wetter beschwere. Zwar haben Temperaturen jenseits der 25 Grad (Haha. Mehr als 25 Grad in Schleswig-Holstein...) gewiss ihre unangenehmen Seiten, aber wenn ich dann nur einmal daran denke, wie ich bei minus 15 Grad die Scheiben meines Autos von einem Eispanzer befreie, freue ich mich einfach über die Wärme.

- Ich mag die Ostseeküste. Vielleicht ist es nur eine subjektiv gestörte Wahrnehmung, aber ich höre immer nur, dass Menschen von der Nordsee schwärmen, nie von der Ostsee und das kann ich einfach nicht nachvollziehen. Natürlich prägt mich da mein Dasein als lebenslanger Bewohner der Ostseeküste, aber die Nordsee ist langweilig. Die Küste sieht dort überall gleich aus. Ein Deich und dahinter flaches Land. Dazu verschwindet das Wasser auch noch zweimal am Tag. Wie bizarr ist das denn bitte, wen man an das Meer geht und das ist gar nicht da? Meine Ostsee ist immer da. Sie hat flache Strände mit feinem Sand oder grobem Kies, hohe Steilküsten, Buchten, Förden und Noore und ist berandet von sanften Hügeln und bärendurchfluteten Wäldern. Die Ostsee ist einfach viel schöner, hat mehr Quallen und schmeckt besser.

- Licht. Ich hänge sehr an Tageslicht. Ein weiteres Argument meinerseits gegen den Winter. Lange andauerndes Tageslicht ist wichtig für mein Seelenheil. Dabei ist nicht unbedingt der Zeitpunkt des Sonnenaufgangs besonders relevant. Wenn es morgens beim Aufstehen noch düster ist, stört mich das gar nicht. Wichtig ist für mich hingegen, dass es abends lange hell ist. Wenn im Winter die Sonne schon um fünf Uhr oder noch früher untergeht, versetzt mich das beinahe in Depressionen.  Aber wenn es im Sommer bis zehn hell ist, bin ich glücklich. Es gibt mir einfach ein besseres Gefühl, wenn ich weiß, dass der Tag noch da ist. Und einen größeren Anreiz, das Haus auch mal zu verlassen. Daher bn ich auch ein ausgesprochener Verfechter der Sommerzeit. Mehr hell am Abend ist gut.
Daraus soll man aber keinesfalls ablesen, dass ich mich gerne sonne. Im Sommer bleibe ich tagsüber bevorzugt im Schatten, da mein nordischer Hauttyp ansonsten schnell die Farbe eines gekochten Hummers annimmt.

- Ich mag Cobalt. Cobalt ist ein Übergangsmetall und kommt mit 37ppm in der Erdhülle vor. Es hat eine zweite Ionisierungsenergie von 1648 kJ/mol und hat eine molaren Masse von 58,93. Cobalt hat eine Curie-Temperatur von 1150 °C, ist unterhalb von 400 °C als α-Cobalt stabil und ist Bestandteil von Vitamin B12. Falls jemand noch ein Geburtstagsgeschenk für mich sucht, ich hätte gerne elementares Cobalt.

- Als ich preußischer Konsul in Siam war, habe ich für einige Monate in einem Kamel gelebt. Das Kamel und ich wurden keine Freunde.

- Ich kann nicht bis sieben zählen.


3. Die Anzahl der Blogs, die ich lese, kann man an einer Hand abzählen. Daher verzichte ich mal unhöflicherweise auf dieses Feature.

27. Februar 2012

Reste - März 2010

Die Resterampe ist noch lange nicht leer. Hier mehr photographischer Ausschuss aus dem März 2010.

Da wäre zuerst mal ein Teil der Verkabelung an meinem Mainboard:
Die hatte ich dokumentiert, damit ich beim Einbau des neuen Mainboards die Stecker auch wieder an die richtigen Anschlüsse verteile.

Der Hersteller vom Morchelbruch hat natürlich noch weitere kulinarische Verbrechen im Angebot:

Ein paar Märzbecher dürfen im März irgendwie nicht fehlen:

Katze im Katzenmodus:

Gänsefamilie:

Diese Hummel nimmt das mit den Blumen und den Bienen Hummeln offenbar sehr ernst und nimmt ein ausgiebiges Pollenbad:

Mehr kleine Kätzchen:

Eine Frühlingsspinne am Treibhaus:
Eine Spinne, die in einem Meer aus Algen auf dem korrodierten Aluminium spazieren geht, ist wahrscheinlich analog zu einem Menschen, der barfuß über den Rasen schlendert.

Falls sich schon mal jemand gefragt hat, was mit übrig gebliebenem Lebkuchen aus der Weihnachtszeit passiert:

Ich habe den Steinkern eines fossilen Seeigels am Strand gefunden:
Und was für ein schönes Exemplar.
Da bin ich wirklich stolz drauf. Immer wenn ich am Strand entlanglaufe, blicke ich fast unentwegt auf den Boden, in der Hoffnung, irgendetwas interessantes zu entdecken. Neben Rost und hübschen Steinchen finde ich durchaus häufig Belemniten, beziehungsweise Belemnitenbruchstücke (siehe am Ende dieses Posts). Aber Seeigel finde ich leider äußerst selten. bisher habe ich erst drei Stück. Und dieser hier ist der am besten erhaltene von allen.

Die Krabben in der Ostsee sind ja so arm, das man im Volksmund nur noch von "krabbenarm" spricht, wenn jemand wirklich arm ist.
Krabbenarm:

Da ich aus sicherer Quelle erfahren habe, dass meine Leser sehr auf verwitterte Isolatoren stehen: Bitte sehr. Die sind nur für euch:


Massengrab für Nägel:

Deutz:

Der Blick aus dem Fenster der alten Werkstatt:

Wäscheklammern an einem seidenen Faden:
Verzweifelt klammern sie ich um ihr Leben.

Katze auf Mooreiche:

Dieser Stein liegt schon seit ich denken kann an der selben Stelle im Garten neben dem Plattenweg.
Ich kann mir ein Zuhause ohne ihn nicht vorstellen.

26. Februar 2012

Das Fenster zum Hof

Ich habe Jochen mal auf die Arbeitsplatte in der Küche gestellt, damit er die Nachbarn beobachten kann.

Reste - Februar 2010

Aus dem Februar 2010 gibt es nur eine kleine Auswahl weiterer Schneebilder. Und einen Ausgleich für den Katzenmangel in der letzten Ausgabe.

Hier der Blick über den verkehrsberuhigten Hofplatz:

Mini genießt die ersten Sonnenstrahlen:

Verschneites Holzlager:

Kleine Schneeverwehungen:

Eimerkatze:

25. Februar 2012

Vanadium hat einen Massenanteil von 0,041% an der Erdhülle

Habe heute Nachmittag zwei unterschiedlich gefärbte Wäscheklammerhälften im Abstand von etwa einem Meter im Gestrüpp am Wegesrand gefunden.

Was hat es nur zu bedeuten?

22. Februar 2012

Reste - Januar 2010

Und weil niemand darum gebeten hat, setze ich meine Restereihe fort. Mit Resten. Wer in der Vergangenheit bei meinen Beiträgen gut aufgepasst hat (Ich erwarte es von keinem.), wird sich erinnern, dass ich das Jahr 2011 bereits komplett abgedeckt habe, also bleibt mir nur die Möglichkeit einer noch weiteren Zeitreise. Zurück ins Jahr 2010!
Vielleicht erinnert sich ja noch jemand daran: Im Januar 2010 hat es geschneit. Viel. Daher habe ich in dieser Resteausgabe ausschließlich Schneebilder zu bieten. Ihr könnt euch später bedanken.

Hier also der etwas marode Holzschuppen im Schneegestöber. Oder heißt es Geschnöber?
Früher haben meine Vorgesetzten (Vater, Opa, Konsorten) mir immer erzählt, dass in diesem Holzschuppen ein Gespenst leben würde. Was mich mit vier oder fünf Jahren durchaus davon abhielt, weiter als einen Schritt hineinzugehen. Ich glaubte nicht wirklich an ein Gespenst, aber der Schuppen war schon echt gruselig. Es gibt dort weder Elektrizität noch Fenster, daher ist es unheimlich dunkel und alles war mit Holz oder holzähnlichen Objekten verstellt. Und es roch sehr modrig. Kein Ort für kleine Kinder. Außerdem ist die Konstruktion ziemlich windschief und wird meiner Vermutung nach heute nur noch durch den Inhalt, der den gesamten Raum ausfüllt, aufrecht gehalten.

Hier etwas grasähnliches Gewächs im Schnee:

Ein Niedlichkeitsschaf im Schnee:
Das ist niedlich.

Schneeflocken auf dem Ärmel meiner Jacke:

Schneebaum von unten gesehen:

Schneeidyll:

Im Schnee weiß man wenigstens immer, woher man gerade gekommen ist:
Ich komme von da hinten.

Eiszapfen im Efeu:
Okay, das ist kein Schnee. Es tut mir Leid. Aber sie sind aus geschmolzenem Schnee entstanden. Zufrieden?

Mehr Schnee:

Ein Blick aus meinem ehemaligen Zimmer während es schneit:

Packeiskante an der Ostsee:

Da nur Schnee auf Dauer womöglich etwas langweilig anzuschauen ist, habe ich mir doch noch etwas zur Abwechslung ausgedacht. Ich habe ein paar Schneebilder des Januar genommen und ganz tief in meinen Archiven gewühlt, um ihnen Gegenstücke aus wärmeren Tagen gegenüberzustellen.
Viel Spaß damit.

Hier der Graben von Schneewehen bedeckt im Januar 2010:
 Und hier die gleiche Szene im August 2009:
*wucher*

Die Magnolie im Elterngarten im Januar 2010:
 Und hier am ersten Mai 2009:

Der Graben im Wald gleich hinterm Haus im Januar 2010:
 Und hier Ende Mai 2010:
Dieser Graben war über viele erfreuliche Kindheitsjahre hinweg ein Spielplatz für mich und meine Brüder.

Ausladende Äste im Januar 2010:
 Und hier nochmal im Juli 2008:

Und zu guter Letzt der Blick in den Wald gleich hinter dem Holzschuppen im Januar 2010:
 Und noch einmal im Mai des selben Jahres:
Das zweite Bild entstand ein paar Schritte weiter, aber ich versichere, dass es sich um denselben Anblick handelt.

21. Februar 2012

Dinge, die jemand vermissen könnte XXVI

Heute mit einem Gastbeitrag von Owyanna.


Sogar mit Text:

"Irgendwie musste ich dabei an dich denken - weiß gar nicht warum. Meine Theorie: Nachdem der Bewohner zwanzig Jahre auf einem Baum gelebt hatte, fiel ihm endlich wieder ein wo er den Ersatzschlüssel versteckt hatte. Dieser war allerdings inzwischen mit dem Gullideckel verschmolzen als er den blumenkübel beiseite schob. Er lebt jetzt wieder auf seinem Baum."

Ich  ignoriere mal die fehlende Grußformel und bedanke mich.