30. Juni 2014

Feuerwerk

Die Kieler Woche verabschiedet sich wie immer mit Feuer am Himmel:




In der anderen Richtung sah es so aus:

29. Juni 2014

Nahaufnahmen

Eigentumsblüte:

Gewimmel:

"Gnä' Frau.":

Hut:

Kampfkäfer:

Alles meins:

Facettenreich

Nonstop Rüsselaction:

Unterholz:

26. Juni 2014

Sommer

Wenn ich an meine Kindheit denke, dann denke ich fast immer zuerst an den Sommer.
Sommerferien. Ausschlafen. Raus gehen. Und erst wieder rein kommen, wenn Mama uns zum vierten Mal ruft.
Der Kies auf dem Hofplatz knirscht unter den Sohlen. Die sengende Hitze steht über den Feldern. Die Luft flimmert über der bröckeligen Straße. Jede Senke wie ein See aus Benzin, der verschwindet, wenn man zu nahe kommt. Gras bricht durch den Asphalt. Insekten im Ohr. Der Grünstreifen wächst auf meine Augenhöhe. Dazwischen Schafgarbe. Manchmal sind die Blüten rosa. Die dunkelgrünen Buchenblätter lassen nur Fragmente von Sonnenstrahlen durch, die auf dem Sammelsurium aus Laub und Bucheckernschalen tanzen. Schnecken legen Schaum an die Unterseite der Brennnesselblätter. Die heißen Abgase des Mähdreschers. Der Geruch nach pulverisiertem Stroh und heißen Motoren. Die Augen zusammenkneifen in einer Staubwolke, ausgeworfen aus der Tiefe einer Maschine, die ich nicht verstehe. Neben Papa im Mähdrescher mitfahren. Neben dem Fahrersitz steht seit dem Beginn der Zeit eine alte, verwitterte Holzkiste, auf der ich sitze. Der Rand aus Dreck und Erde, der gegen die Kiste brandet, verrät, dass sie noch nie verrückt wurde. Meterhoch schweben wir über der Ernte. Als würde ich fliegen, während unter uns die Einzugschnecke Korn frisst, das sich kaum wehrt. Der Anblick hypnotisiert mich. In einem großen Container im Weizen schwimmen. Jedes zweite Korn ist ein Marienkäfer. Über das abgeerntete Feld laufen. Die Stoppeln stechen mir dauernd ins Bein. Am Knick fressen sich Wespen durch überreife Äpfel, die über die Tage langsam in den Boden schmelzen. Wir versuchen, das modrige Obst mit dem Fahrrad zu überfahren. Wenn er gerade nicht gebraucht wird, sitzen wir im Trecker und spielen am Radio rum. Auf einer Kassette sind deutsche Schlager. Der Mähdrescher dreht Runden. Der Lärm schwillt an, wenn er näher kommt. Wir schließen die Tür, bis er wieder abdreht. Das Schloss ist ausgeleiert. Es rastet erst beim dritten Versuch ein. Im verwitterten Gewächshaus im Garten zeigt das Thermometer 45 Grad. Wenn man es eine Minute darin aushält, dann wirken die 28 Grad draußen wie eine Abkühlung. Abends sind die Schatten die ganze Straße vor der Hofeinfahrt lang. So sehr ich mich auch anstrenge, ich springe nie höher als mein Schatten. Das Licht wird orange. Die Gerste wiegt sich mit einem leisen Rauschen im Wind. Wie Wellen auf einem goldenen Meer. Wir fahren mit dem Fahrrad in den Ort zur Eisdiele. Auf dem Rückweg verschwindet die Sonne hinter der Landschaft. Der Fahrtwind ist ein wenig zu kühl und gibt mir eine Gänsehaut. Im Sommer trägt niemand Jacken. Ich gehe nur ins Bett, damit ich möglichst schnell wieder aufwache.

25. Juni 2014

13. Juni 2014

Die Woche in Bildern

Die Woche neigt sich dem Ende. Das ist nicht meine Schuld. Hier sind einige Photos:

Feld der Träume:

Laubsammler:

Struppige Mufflons:

Von gelbem Geblüt:

Geflecht:

Babyfrüchte:

Orange:

Verfall:

Kakao:

Am Rande:

8. Juni 2014

Der Knäckefant

Der Knäckefant

Es war einmal der Knäckefant
Halb Elefant, halb Knäckebrot
Dagegen gab es kein Verbot
War er im ganzen Land bekannt

Bei Regen ward er kreidebleich
Mit einem Poncho wohl behütet
Wenn der schlimmste Schauer wütet
Ward ihm doch sonst der Knäcke weich

Nach Tagen ohne Nahrung, voller Leid
Dachte er ans Brot und seufzte kläglich
So fraß er schließlich - unerträglich -
Von seinem eignen Knäckeleib

Er aß sich durch die eigne Hülle
Bestrich die Lenden mit Gelee
Dippte Rippchen in Kaffee
Knuspert Knäckebrot in Fülle

7. Juni 2014

2. Juni 2014